Fabian Hansel

Mai 192018
 

Herne Bay/England. Im Rahmen des deutsch-französischen Schüleraustauschs zwischen dem Städtischen Gymnasium in Schmallenberg und dem Collège „Pilâtre de Rozier“ in Wimereux besuchten die Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr die englische Stadt Herne Bay, die ebenfalls eine Partnerstadt von Wimereux ist. Dort führten die jeweiligen Austauschpartner zu zweit Interviews mit Passanten im Ort durch und stellten ihnen Fragen zu Wimereux und im Allgemeinen zu Frankreich und Deutschland.

Geringes Interesse an der englisch-französischen Städtepartnerschaft

Nur knapp 20 Prozent der Befragten gaben an, Wimereux überhaupt zu kennen, nur 17 Prozent wussten, wo sich Wimereux in Frankreich ungefähr befindet. Jedoch sind von den Personen, die angaben,  Wimereux zu kennen, auch die meisten bereits dort gewesen. Dieses allgemeine Desinteresse an der Städtepartnerschaft von englischer Seite wurde unserer Gruppe von „stagiares“, die in Wimereux parallel zum Schüleraustausch ein Auslandspraktikum machte, bereits in einem Gespräch mit dem  Schulleiter M. Ghier deutlich gemacht. Er führte diese geringe Beachtung der Partnerschaft darauf zurück, dass die Briten wüssten, dass sie sich mit ihrer Muttersprache Englisch als Weltsprache nahezu überall auf der Welt verständigen können und somit keinen Grund sähen, andere Kulturen und Sprachen zu entdecken. Aus diesem Grund findet auch zwischen dem Collège und der englischen Schule kein Schüleraustausch statt.

Paris ist beliebtestes Ziel

Fast 90 Prozent der interviewten Passanten waren schon einmal in Frankreich, was wohl auf die Nähe des Ortes zur nordfranzösischen Küste begründet ist. Herne Bay liegt an der südenglischen Küste ungefähr eine Dreiviertelstunde von der Stadt Dover entfernt, die mit dem Eurotunnel die direkte Verbindung zum nordfranzösischen Calais darstellt. Scheinbar wird dieser Weg häufig genutzt, denn 30 Prozent der Befragten waren bereits in Calais. Ansonsten überwiegt als bevorzugte Urlaubsregion der Engländer in Frankreich eindeutig die Hauptstadt Paris. Von allen mehrfach genannten Städten befinden sich sieben Städte im Norden Frankreichs, fünf Städte in Südfrankreich und der Rest im Osten, beziehungsweise in  Zentralfrankreich. Auf die Frage hin, in welchen Regionen oder Städten sie gerne Urlaub machen würden, antworteten über 80 Prozent mit Paris. Für andere Städte oder Regionen gab es nur geringes Interesse. Neben der Hauptstadt wurden noch selten bekannte Städte wie Nizza, Marseilles oder Cannes oder Regionen wie die Côte d’Azur oder die Provence genannt.

Bekannte Personen aus Politik und Geschichte

Interessante Angaben gab es vor allem auf die Frage, an welche zwei Personen die Interviewten spontan denken, wenn sie an Frankreich denken. Die Rangliste wird mit deutlichem Vorsprung vom aktuellen Präsidenten Emmanuel Macron angeführt, (für mich) überraschend gefolgt vom General Charles de Gaulle. Insgesamt sind fünf von sieben mehrfach genannten Personen aus dem Bereich Politik. Ansonsten liegt auf Platz vier in der Rangliste die Schauspielerin Brigitte Bardot und auf Platz sieben der ehemalige Fußballer und UEFA-Funktionär Michel Platini. Unter denen nur einmal genannten Personen befinden sich vor allem Sportler. Allgemein merkt man an den Antworten, dass die Passanten sich scheinbar relativ gut mit der aktuellen Tagespolitik sowie mit der französischen Geschichte auskennen, da viele der genannten Prominenten auch aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen.

Hauptstadt führt auch in Bezug auf Deutschland Rangliste an

Der zweite Teil des Fragebogens beschäftigte sich mit Deutschland. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) war bereits in Deutschland, davon waren die meisten in der Hauptstadt Berlin. Ansonsten sind die weiteren Millionenstädte wie Hamburg, Köln und  München in dieser Reihenfolge häufiger besucht worden. Auf die Frage, in welcher Region die Befragten gerne einmal Urlaub machen würden, fielen die Antworten ähnlich wie für Frankreich aus. Über 60 Prozent möchten gerne (noch) einmal nach Berlin. Auf den weiteren Plätzen folgen nicht, wie für Frankreich, weitere Städte, sondern die Regionen Rheinland und Schwarzwald, die die Menschen scheinbar anziehen. Es sind außer Berlin auch nicht unbedingt die großen, bekannten Städte, die die Menschen besuchen möchten sondern eher Ziele, die außerhalb der großen Ballungszentren liegen.

Angela Merkel und Adolf Hitler sind in Herne Bay die bekanntesten Deutschen

Die zwei meistgenannten Personen, die den Menschen in Bezug auf Deutschland spontan eingefallen sind, sind Angela Merkel und Adolf Hitler. Jedoch spricht wohl für Deutschland, dass Frau Merkel doppelt so viele „Stimmen“ erhalten hat, wie Hitler. Dennoch wird auch an diesem Interview deutlich, dass Deutschland im Ausland noch öfter auf den Nationalsozialismus reduziert wird. Eine ältere Dame gab auf die Fragen, nach einem Besuch in Deutschland und ihrer bevorzugten Urlaubsregion an, dass sie auf  gar keinen Fall jemals nach Deutschland wollte. Ihr Vater wurde im zweiten Weltkrieg in der Nähe von Dresden schwer verletzt und sie könnte bis heute nicht verstehen, wie die Deutschen anderen Menschen so etwas Schreckliches antun konnten und möchte aus diesem Grund auch nichts mit Deutschland zu tun haben. Ansonsten wurden vor allem Personen aus dem Bereich Sport genannt (Thomas Müller mit sieben, Boris Becker mit fünf und Michael Schumacher mit zwei Nennungen). Ansonsten stammen die bekannten, deutschen Prominenten, nicht wie die französischen, eher aus den Bereichen Sport und Unterhaltung als aus Politik und Geschichte.

Fazit

Alles in allem lassen sich aus dem Interview in Herne Bay verschiedene Erkenntnisse ziehen. Die Engländer interessieren sich weniger für ihre Partnerschaft mit Wimereux, die Stadt ist dort weitgehend unbekannt. Ansonsten sind als Reiseziele in den Ländern Frankreich und Deutschland mit deutlichem Vorsprung die Hauptstädte Paris und Berlin am beliebtesten. Die in Herne Bay bekanntesten Franzosen sind Emmanuel Macron und Charles de Gaulle, insgesamt sind es überwiegend Personen aus Politik und Geschichte. Die bekanntesten Deutschen sind Angela Merkel und Adolf Hitler. Hieran sieht man, dass Deutschland im Auslandhäufig noch mit dem Nationalsozialismus in Verbindung gebracht wird. Ansonsten stammen die Prominenten vor allem aus den Bereichen Sport und Unterhaltung.

 

Von Lea Engelbrecht (Einführungsphase)

Mai 152018
 

Unter der Leitung von Herrn Arhelger (Kurslehrer), Frau Rohr und Herrn Imhäuser führte der Leistungskurs Geschichte der Q1 eine Exkursion nach Bremerhaven durch. Die Gruppe besuchte und besichtigte das Deutsche Auswanderhaus unter dem Schwerpunkt der wirtschaftlichen Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert. Anschließend wurde das U-Boot „Wilhelm Bauer“ (Original aus dem 2. Weltkrieg) besichtigt und erkundet. Danach hatten die Schülerinnen und Schüler die Wahl sich das Schifffahrtsmuseum oder das Klimahaus selbstständig anzusehen. Der Tag wurde mit einem gemeinsamen Abendessen an der Nordsee beendet, um sich für die anstehende Rückfahrt zu stärken.

Mai 062018
 

Das Unterstufenevent ist ein freiwilliger Nachmittag für alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 und in den letzten 2 Monaten haben wir, die SV, uns mit der Organisation des diesjährigen Unterstufenevents beschäftigt.

Vorab haben sich zwei Vertreter der SV, Jana Böckling und Katharina Rickert, mit den Klassensprechern und ihren Stellvertretern zusammengesetzt, um Ideen für verschiedene Projekte zusammeln. Die Kinder haben sich dann für die Projekte Kunst, Film, Sport/ Parcours, Tanz oder Sketche eingetragen, die von freiwillig helfenden Lehrern und Schülern betreut wurden.

An dem Unterstufenevent haben 93 Kinder der Jahrgangsstufe 5 und 6 am Mittwochnachmittag von 15-18Uhr teilgenommen, um am Schluss eine Präsentation vorzubereiten. Ab 18Uhr wurden die Eltern eingeladen, um die Ergebnisse des Tages zu bestaunen. Dabei wurden Filme über die Erarbeitung der Projekte gezeigt, die die Kinder im Projekt Film mithilfe der schuleigenen iPads erstellt haben. Der Fokus lag dort besonders auf dem Projekt Sport/ Parcours, da dies nicht in der Aula vorgestellt werden konnte. Anders als die Ton-Drachen des Kunst Projekts, welche in der Aula ausgestellt wurden. Die Sketche sowie das Projekt Tanz wurden live vor den Eltern präsentiert und erhielten, wie der gesamte Abend, eine Menge Applaus.

Die SV bedankt sich noch mal bei allen freiwilligen Helfern, den Eltern und ganz besonders bei den Schülerinnen und Schülern, die teilgenommen haben.

Katharina Rickert (Schülervertretung)

Apr 272018
 

Die Schülerinnen und Schüler des Kunst GK/Q1 haben sich auf den Weg nach Unna gemacht, um in den Kellergewölben der ehemaligen Linden-Brauerei Lichtkunst zu entdecken; das Zentrum für Lichtkunst stellt Installationen aller bedeutenden zeitgenössischen Lichtkünstler aus. Die vielfältigen Werke forderten die Schülerinnen und Schüler auf, Kunst mit (fast) allen Sinnen zu entdecken und zu erproben.

Apr 262018
 

Unter der Leitung der fünf Referendare veranstaltete das Städtische Gymnasium eine Lesenacht im Schulgebäude. Diese wurde nach 2-jähriger Abstinenz wieder ins Leben gerufen. Die Lesenacht richtete sich an die Schüler und Schülerinnen der Klassen 5 und 6, aber auch an deren Eltern und die Kinder der Grundschulen. Ein breites Lesespektrum wurde den Zuhörern geboten. So gab es z.B. von der Klasse 5b ein Projekt zum Thema „Märchenwald“ mit selbstverfassten Märchen oder ein selbstgebautes Modell zur Darbietung von Greg’s Tagebuch von Schülern der Klasse 5a.

Es konnten viele schöne Lesungen von Klein und Groß (Lehrer und Lehrerinnen übernahmen auch ein paar Lesungen) in entspannter und ruhiger Atmosphäre genossen werden, sodass die Lesenacht eine schöne Abwechslung zum Schulalltag bot.

An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an alle Leser und Leserinnen sowie an die SV für die Verpflegung und Bewirtschaftung der Gäste.