Fabian Hansel

Okt 112018
 

En route! Am 25.09.2018 machten sich 25 französische Schüler mit ihren Lehrerinnen Madame Ledet und Madame Delétoile von Wimereux auf den Weg nach Schmallenberg, um unsere deutsch-französische Freundschaft beim Schüleraustausch zu vertiefen.

Am ersten Tag erkundeten die französischen Corres nach einer kleinen Kennenlernphase die Stadt und wurden anschließend durch Herrn Brüggemann im Rathaus begrüßt.

Am Nachmittag lernten sich die Schüler beim Sommerrodeln, Pit Pat- bzw. Minigolf-Spielen in Winterberg intensiver kennen. Die angebahnten Freundschaften konnten bei einem Tagesausflug nach Kassel mit Zwischenstopp am Edersee vertieft werden. Dort standen die Schüler bei der Besichtigung des „umgedrehten Hauses“ wortwörtlich Kopf. Bevor die „jeunes“ schließlich ins Wochenende entlassen wurden, stand noch ein weiterer Programmpunkt an. Auf dem Biohof Born in Wingeshausen erfuhren sie Wissenswertes über biologische und konventionelle Landwirtschaft, wobei das gesellige Miteinander nicht zu kurz kam. Für das leibliche Wohl wurde ebenfalls bestens gesorgt: Die Schüler stellten selber Butter her und genossen sowohl Stockbrot als auch selbst gemachte Waffeln und die hofeigenen Grillprodukte. Gut gestärkt hatten die französischen und die deutschen Jugendlichen schließlich viel Spaß bei einer ordentlichen „Heuschlacht“.

Nach dieser ereignisreichen Woche verbrachten die Corres das Wochenende in ihren Gastfamilien. Für einige war der Austausch so toll verlaufen, dass beim Abschied Tränen flossen. Au revoir et à bientôt!

Okt 112018
 

„Was machst du mit Alkohol? – Und Alkohol mit dir?“ Dies sind Fragen, mit denen sich Jugendliche auseinandersetzen sollten.

Daher haben wir mit der Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung NRW einen sogenannten ALK-Parcours mit der Jahrgangsstufe 8 bei uns durchgeführt. Im präventiven Rahmen soll er zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol führen.

Als Resümee der erstmaligen Durchführung dieses Parcours am 20.09.2018, haben die Jugendlichen Folgendes formuliert:

  • „Gut gefallen hat mir die Station, wo wir gesehen haben, was der Alkohol mit dem Körper macht, weil klar geworden ist, wie gefährlich Alkohol ist.“
  • „Die Alkoholbrille hat mir gut gefallen, weil es spannend war zu wissen, was Alkohol mit einem macht.“
  • „Die Alkoholbrille hat mir gezeigt, wie es ist, nicht mehr bei klarem Verstand zu sein.“
  • „Beim Durchlauf des Parcours würde ich an einzelnen Stationen mehr Zeit einplanen.“
  • „Vielleicht wären noch mehr Stationen denkbar…“
  • „Man versteht, wie alkoholisierte Menschen sich verhalten.“
  • „Das hat Spaß gemacht. Ich habe viel gelernt.“
Okt 102018
 

Das Gymnasium Schmallenberg erwirtschaftete an seinem Stand bei der Schmallenberger Woche 2018 für die Nepal-Hilfe 541 €. Im Rahmen eines Treffens der Mitglieder des Nepal-Projekts wurde das Geld an Herrn Börger ( Lichtblick Nepal e.V. ) übergeben.

Sep 292018
 

Mehrere Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums haben für die Bewohnerinnen und Bewohner des Altenheims „Lenninghof“ in der Schmallenberger Unterstadt ein Konzert ausgerichtet.

Den Auftakt machte eine große Gruppe. 17 Schülerinnen und Schüler der Klasse 7c präsentierten das Lied „Friends“ der Gruppe „Marshmello & Anne-Marie“, das schon auf dem Schulkonzert im Sommer zu hören war. Auch wenn das Lied dem Publikum im Altenheim wohl nicht bekannt war, so hatte es offensichtlich Spaß an der Präsentation. Das Thema des Songs ist schließlich nicht neu : wie bringt eine Frau einem Mann bei, dass er bei ihr nicht landen kann? Auch früher sagte man in einem solchen Fall sicher schon: „Lass uns lieber Freunde bleiben.“ .

Und da standen also die Jungs mit ihren Masken vor dem Gesicht vor den Mädels. Auf der einen Seite rote Herzen, dort wo eigentlich Augen zu sehen sein müssten, Hände, die den Mädels entgegengestreckt wurden … und auf der anderen Seite die coolen Mädels, die leider abweisend den Zeigefinger hin und her bewegten. Jedem war klar, was das bedeutete. Die ältere Generation würde es vielleicht so ausdrücken: Da macht ein Mann einer Frau den Hof und muss erfahren, dass er verschmäht wird. Jedenfalls war in den Gesichtern im Publikum so manches verständnisvolle Schmunzeln zu erkennen.

Dass auch das Trommeln auf den Cajons, der Gesang und das Gitarrenspiel gefielen … das ließ der eine und andere wippende Fuß erkennen und natürlich der Applaus.

Und dann spielte Valentin Gacaferi „The meadow“ aus dem Film „Twilight“. Die Erwähnung des deutschen Filmtitels „Biss zum Morgengrauen“ ließ die Zuhörer vielleicht kurz an etwas Unangenehmes wie einen Vampir denken. Aber sicher nicht lange, denn sobald der Flügel erklang, zogen die schöne Melodie und die Klangfülle des Flügels jeden Zuhörer in ihren Bann. Es war ein wirklich schöner Moment. Die Fenster und Türen waren geöffnet, weil die Sonne schien, und vielleicht haben auch diejenigen Altenheimbewohner, für die der Weg in den Speisesaal zu beschwerlich war, diesen Moment genießen können.

Als angekündigt wurde, dass Mamitha Sivakumar und Laura Herud den Song „Umbrella“ von Rihanna zum Vortrag bringen würden, wurde deutlich, dass den Zuhörern weder die Sängerin noch der Titel ein Begriff waren. Die Message des Songs konnte allerdings jeder nachvollziehen: „Die Widrigkeiten des Lebens können einem glücklichen Paar kaum etwas anhaben, es fühlt sich geschützt wie unter einem Schirm bei Regen“. Da kam die Erinnerung an „Singing in the rain auf“ und aus dem Publikum wurde eingeworfen, dass dies ein Lied von Gene Kelly sei. Die Stimmen von Mamitha und Laura haben das Publikum überzeugt und das unbekannte Lied von der unbekannten Sängerin gefiel sehr.

Als Solistin sang Mamitha dann das „Halleluja“, das heute in der Version von Sarah Connor bekannt ist. Ein Herr aus dem Publikum wusste zu berichten, dass dieser 30 Jahre alte Titel von Leonhard Cohen stammt. Und natürlich kannte man auch den Titel „Falling in love“ von Elvis Presley, den schließlich Nesil Imak gemeinsam mit Valentin Gacaferi sang.

Welche Eindrücke bleiben von diesem Nachmittag? Die Sprache hat sich schon sehr verändert : ein „Evergreen“ oder ein „Gassenhauer“, das sind Wörter, mit denen Jugendliche nichts mehr anfangen können, und sie kennen natürlich auch nicht die Stars der älteren Generation. Aber es war zu sehen, dass das Publikum Freude an der modernen Musik hatte. Abschließend lässt sich also sagen: es war eine schöne Begegnung.

Sep 182018
 

Dieses Zitat des jüdischen Schriftstellers und Holocaust-Überlebenden Elie Wiesel beschreibt die Dringlichkeit, gegen das Vergessen des Völkermordes durch die Nationalsozialisten an vielen Millionen Menschen während des Zweiten Weltkrieges anzukämpfen.

Daher führt das Städtische Gymnasium Schmallenberg seit 2016 jährlich mit einer Gruppe von interessierten Schülerinnen und Schülern aus dem jeweiligen Abschlussjahrgang eine Gedenkstättenfahrt nach Oświęcim/Auschwitz und Krakau durch. In diesem Jahr sind wir am 10. September mit 23 Schülerinnen und Schülern sowie zwei Lehrkräften vom Flughafen Dortmund nach Kattowitz aufgebrochen. Begleitet wurden wir dabei von zwei polnischen Teamerinnen des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerkes e.V., die uns auf die anstehenden Besuche des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz vorbereiteten und im Anschluss daran die dort erlebten Erfahrungen und Eindrücke mit uns reflektierten.

Nach einem geführten Spaziergang durch Oświęcim, bei dem wir uns ein Bild von der jüdischen Geschichte der polnischen Kleinstadt machen konnten, brachen wir am Dienstag zum Stammlager Auschwitz I auf. Dort wurden wir von einem Guide durch eine beeindruckende Ausstellung in den ehemaligen Lagerbaracken, in denen Eigentum ehemaliger Insassen sowie historische Dokumente und Fotos zu sehen waren, geführt. Nach diesem bewegenden Besuch am Vormittag hatten wir als Gruppe nachmittags die Möglichkeit weitere Ausstellungen einzelner Länder zum Leben, Arbeiten und Sterben der Häftlinge in den Lagern der Nationalsozialisten in den Baracken des Stammlagers zu erkunden. Auf besonderes Interesse stieß dabei das „Book of Names“ in der israelischen Ausstellung, in dem alle im Holocaust ermordeten Juden vermerkt waren, unter diesen die vor der Deportation im Schmallenberger Raum lebenden Juden.

Am dritten Tag fuhren wir morgens mit dem Bus zum Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz II-Birkenau. Auch hier erlebten wir eine mehrstündige Führung, die sich über das riesige Gelände des Lagers erstreckte. Obwohl auf dem Gelände nur noch wenige Baracken stehen, war der Eindruck nicht minder erschreckend und das grausame Schicksal von Millionen Ermordeten ging allen sehr nahe. Am Nachmittag statteten wir der Ausstellung des polnischen Künstlers Marian Kołodziej einen Besuch ab. Er war fünf Jahre lang im Stammlager inhaftiert und lernte in dieser Zeit den Priester Maximilian Maria Kolbe kennen, dessen Schicksal auf den Bildern eine wichtige Rolle spielt. Danach gestalteten die Schülerinnen und Schüler ihren persönlichen Abschied vom Ort Auschwitz, indem sie rote und weiße Blumen zum Gedenken an die Opfer an den Gleisen, auf denen Millionen von Menschen während der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten in den Tod geschickt wurden, niederlegten.

In Krakau folgte ein packendes Zeitzeugengespräch mit Monika Goldwasser, die als Kleinkind ihre Eltern während des Holocausts verlor und nur überlebte, weil diese sie vorher in ein Kloster gebracht hatten. Nach dem Gespräch bekamen wir eine interessante Führung durch die Krakauer Altstadt, anschließend hatten die Schülerinnen und Schüler Zeit, Krakau selbstständig in Kleingruppen zu erkunden. Später genossen wir dann gemeinsam in einem jüdischen Restaurant leckeres Essen und ein tolles Konzert mit Klezmer-Musik.

Zum Abschluss der Studienfahrt besichtigten wir das ehemalige jüdische Viertel von Krakau, in dem noch viele Spuren der vor ihrer Deportation und Vernichtung dort lebenden Juden zu sehen waren. Nach einer spannenden und lehrreichen Zeit brachen wir Richtung Heimat auf.

Die vielen während unserer Reise erlebten Eindrücke werden uns sicher lange in Erinnerung bleiben. Durch die jährliche Durchführung dieser Studienfahrt möchten wir als Schule jetzt und in Zukunft unseren Beitrag gegen das Vergessen dieser unmenschlichen Verbrechen leisten.