Zum Hauptinhalt springen

November 2025

Gedenkstättenfahrt der Q1 nach Hadamar

Von Kirstin Schubert

Am 24. November 2025 unternahmen die Schülerinnen und Schüler der Q1 unserer Schule eine eindrucksvolle Tagesfahrt zur Gedenkstätte Hadamar. Ziel dieser Exkursion war es, den Jugendlichen die dunkle Geschichte der nationalsozialistischen Euthanasie näherzubringen und sie für die Themen Erinnerung und Verantwortung zu sensibilisieren.

Nach der Ankunft in Hadamar wurden die Schülerinnen und Schüler von zwei erfahrenen Guides empfangen, welche die Gruppe in die Thematik einführten. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf einem interaktiven Workshop, in dem die Jugendlichen die Möglichkeit hatten, sich aktiv mit den Inhalten auseinanderzusetzen. Sie diskutierten über ethische Fragestellungen und die gesellschaftliche Verantwortung im Umgang mit Menschen, die als „lebensunwert“ betrachtet wurden.

Im Anschluss an den Workshop begaben wir uns auf einen Rundgang durch die Ausstellung der Gedenkstätte. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Dokumente, Fotografien und Zeitzeugenberichte betrachten, die die grausame Realität der damaligen Zeit eindrucksvoll veranschaulichten. Besonders bewegend waren die persönlichen Schicksale, die in der Ausstellung dargestellt wurden. Viele Schülerinnen und Schüler waren berührt von den Geschichten der Opfer und zeigten großes Interesse an den Hintergründen der Geschehnisse.

Ein weiterer wichtiger Teil des Programms war die Besichtigung der Gaskammer und des Krematoriums. Diese Orte, die für viele das grausame Ende von unzähligen Menschen symbolisieren, hinterließen einen tiefen Eindruck. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, sich in Stille mit der Geschichte auseinanderzusetzen und die Dimension des Unrechts zu begreifen, das hier stattfand.

Die Tagesfahrt zur Gedenkstätte Hadamar war nicht nur eine lehrreiche Erfahrung, sondern auch ein wichtiger Schritt in der Bildung der Schülerinnen und Schüler zu verantwortungsbewussten Bürgern. Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und die Reflexion über die eigene Rolle in der Gesellschaft sind essenziell, um eine Wiederholung solcher Gräueltaten zu verhindern.